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Text Gablé, Rebecca - Otto, der Große: Das Haupt der Welt (Band 01) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Gablé, Rebecca
Titel: Das Haupt der Welt
Originaltitel: --
Verlag: Lübbe
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3431038835
Seiten: 861
Format: HC
Serie: Otto, der Große, Band 01
Preis: 26,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Rebecca Gablé, geboren 1964, studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin. Ihre acht historischen Romane wurden Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. 2006 wurde sie mit dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca.


Quelle: Angaben im Buch

Inhaltsangabe:
Zitat:
Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist.


Quelle: Klappentext

Meine Meinung:
Tugomir, ein slawischer Fürstensohn, wird zusammen mit seiner Schwester Dragomira vom Sachsenkönig Heinrich I. gefangen genommen und als Geisel nach Magdeburg gebracht. Während seine Schwester als Liebhaberin von Heinrichs Sohn Otto ein recht ruhiges Leben führt, hat Tugomir nur eins im Sinn: er muss zurück in seine Heimat. Da jedoch ein Druckmittel besteht, um ihn an der Flucht zu hindern, verlegt er sich auf das, was er am Besten kann: heilen – und macht sich damit einen großen Namen. Er rettet Heinrichs Sohn Otto mit seinem Wissen das Leben und fortan ist er dessen Leibarzt und mit großem Widerwillen auch sein Freund. Doch Tugomirs Wunsch ist groß und als Otto mit einer ungewöhnlichen Bitte an ihn herantritt, muss er seine Loyalität beweisen.

Jeder Roman von Rebecca Gablé ist eine Herausforderung – der ich mich aber gerne stelle. Denn fast keiner weiß es, so geschickt Geschichte mit Fiktion zu verbinden. Es ist aber auch ein Vergnügen, die Charaktere über einen langen Zeitraum zu verfolgen, mit ihnen zu leiden, zu lieben, zu hassen, zu kämpfen und zu vergeben.
Schon mit der Waringham-Saga hat mich die Autorin als treuen Fan gewinnen können und so griff ich bedenkenlos auch zu ihrem neuesten Roman, der mich in vielerlei Hinsicht einfach nur begeistert hat.

Dies sieht man auch daran, dass ich das Buch förmlich verschlungen habe. Für die knapp 870 Seiten habe ich mir jede freie Minute das Buch Zeit genommen und mich von der Geschichte verzaubern lassen.

Es gibt zwei Autoren, bei denen ich mit Vorliebe das Internet während des Lesens als Medium missbrauche. Dan Brown und Rebecca Gablé. So muss ich Dinge nachlesen, die in den Romanen erwähnt werden, mir Bilder anschauen, um noch ein genaueres Bild der Szene zu bekommen und mir Hintergrundinformationen aneignen, damit ich alles besser verstehen kann.
Ich hätte mich nie mit Otto I. beschäftigt, hätte ich jetzt nicht „Das Haupt der Welt“ gelesen. Und nach den ganzen Recherchen kann ich nun nachvollziehen, warum sich die Autorin diese faszinierende Persönlichkeit ausgesucht hat.

Hauptperson ist eigentlich Tugomir, doch wird abwechselnd aus seiner und aus Ottos Sicht die Geschichte erzählt. So bekommt man einen besseren Einblick in das Leben der Sachsen auf der einen und das Leben der Slawen auf der anderen Seite. Und für beide Seiten kommt Verständnis auf, so dass man selbst keinerlei Partei beziehen kann.

„Jede Geschichtsschreibung ist Fiktion“ schreibt die Autorin im Nachwort und ich kann ihr und dem Verfasser des Zitats – Hayden White - einfach nur zustimmen. Denn ich bin froh, dass die Geschichte solche Persönlichkeiten wie Otto, Tugomir oder auch die anderen historisch belegten Personen aus den Romanen der Autorin hervorgebracht hat. Denn sonst gäbe es solche Romane wie eben „Das Haupt der Welt“ nicht und wir hätten auf solch faszinierende Geschichten verzichten müssen.

Die Autorin verzaubert mit ihrem Schreibstil, flicht geschickt Fiktion in historisch belegtes und am Ende will man einfach alles glauben – wenn im Nachwort nicht stehen würde, dass eben doch ein Teil einfach nur erfunden ist.

Tugomir ist mir trotz seiner teilweise sehr blutigen Art ebenso wie Otto sehr sympathisch gewesen. Beide Figuren haben ihre – politischen – Gründe, um ihr Reich zu festigen und wissen diese auch geschickt einzusetzen.

Ich gebe zu, dass mir am besten Thankmar, Ottos Halbbruder gefallen hat. Er hatte eine herrlich sarkastische Art, die Dinge zu betrachten und war Otto lange Zeit eine Stütze und Tugomir ein unerwarteter Freund.

Ich könnte noch stundenlang über Rebecca Gablés neuen Roman philosophieren, doch letztendlich bleibt mir nur ein Fazit:
Ich freue mich jedes Mal über einen neuen Roman von Rebecca Gablé und kann nur eins sagen: Lasst Euch hineinziehen in die spannende Geschichte unserer Vorfahren. Keiner beschreibt die historischen Fakten so belebend und interessant wie die Autorin. Deswegen gibt es verdiente 5 sterne Sterne.

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06 Oct, 2013 14:41 03 Meggie ist offline Email an Meggie senden Homepage von Meggie Beiträge von Meggie suchen Nehmen Sie Meggie in Ihre Freundesliste auf
 
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