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Hedwig
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Hummel, Maria Innocentia, Nitz,Dido und Bernhardt,Ernest - Ich will Freude machen/J Want to Give Joy Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Maria Innocentia Hummel, Dido Nitz, und Ernest Bernhardt
Titel: Ich will Freude machen / J Want to Give Joy: Eine schicksalhafte Frauenkarriere
Originaltitel: -
Erschienen: 2009
Verlag: ArsEdition
ISBN 10: 3760729649
ISBN 13: 978-3760729640
Seitenanzahl: 224
Einband: HC, Schmuck-Schuber
Serie: -

Zum Inhalt des Buches:

Am 21. Mai 1909 wurde Berta Maria Hummel als drittes Kind des erfolgreichen Kaufmanns Hummel in Massing, Niederbayern geboren. Vater und Mutter Hummel waren mit Leib und Seele erfolgreiche Geschäftsleute und die Kinder wurden hauptsächlich von Kinderfrauen betreut und nach den Vorgaben der Eltern gefördert. Berta war ein quirliges Kind, das nie stillsitzen konnte und immer zu Streichen aufgelegt war. Sie beobachtete ihre Umwelt und ihre Geschwister aber sehr genau und fertigte schon früh für jeden eine Zeichnung einer Hummel an, die sehr treffend die Wesenszüge des Gezeichneten wiedergab. Sie selbst galt als Lausemädchen, die ihre Geschwister und später ihre Mitschülerinnen jederzeit zu Streichen verleitete. Sie war bei allen sehr beliebt. Besonders zu ihrer Schwester Centa hatte sie ein besonders inniges Verhältnis, das allen Widrigkeiten über die Zeit standhielt.

Außer im 1. Weltkrieg, zu dem der Vater eingezogen wurde, aber unversehrt wieder nach Hause kam, hatten die Kinder durch den Fleiß und Ehrgeiz der Mutter, das Gemischtwaren-Geschäft ordentlich weiter zu führen, auch finanziell keine Probleme. Die Kinder sahen ihre Eltern zwar durch deren Engagement höchst selten, aber besonders der Vater förderte Bertas sich immer stärker entwickelndes zeichnerisches Talent im damals immer noch nicht so üblichen Maße. Sie durfte wie ihre Schwestern die katholische höhere Mädchenschule „Marienhöhe“ der Englischen Fräulein in Simbach am Inn besuchen und hatte das Glück, dass auch die Lehrerschaft ihr ungewöhnliches Talent bemerkte.
Durch ihre hervorragenden Noten und ihren Fleiss fühlte sich vor allem ihr Vater dazu aufgefordert, ihr ein 4-jähriges Studium an der Staatsschule für Angewandte Kunst in München zu ermöglichen. Dies schloss sie 1931 als Klassenbeste mit der Lehramtsprüfung für Zeichenlehrerinnen ab. Etwas anderes war für junge Frauen damals noch nicht vorgesehen, aber ihr Vater hätte seinen Einfluss, ihr ein Leben als freischaffende Künstlerin dennoch ermöglicht.

Doch mittlerweile war auch noch ein anderer Wesenszug in Berta gewachsen und sie hatte während ihrer Studienzeit zwei Franziskanerinnen kennengelernt, wodurch ihr brennender Wunsch enstand, diesem Orden beizutreten und selbst Nonne zu werden. Alle Bemühungen ihrer Familie, sie von dem Entschluß abzubringen, scheiterten. Berta wollte in Armut und Demut leben und sich den strengen Regeln des Franziskanerordens unterordnen, die es ihr noch nicht einmal erlaubten, die von ihr so geliebten und - wie in ihren Zeichnungen immer wieder deutlich wurde - sehr gut beobachteten Kinder überhaupt nur anzufassen, geschweige denn, diese mal tröstend auf den Arm zu nehmen. Am 22. August 1933 nahm Berta als Kandidatin des Klosters der Franziskanerinnen von Sießen in Oberschwabenden den Ordensnamen Maria Innocentia an; am 30. August 1934 legte sie die Profess ab. Ihre Arbeit bestand hauptsächlich in der Paramentenherstellung und der Betreuung einer benachbart gelegenen katholischen Schule.

War ein Kind besonders brav und fleißig, fertigte M.I.Hummel ein sogenanntes Fleißbildchen an. Im Laufe der Zeit wurden es unzählige und der Orden nahm Kontakt mit dem zu jener Zeit sehr einflußreichen Ars Sacra Verlag auf, der die Zeichnungen weltweit verbreitete und dem Franziskanerorden beträchtliche finanzielle Mittel verschaffte. Die Bildchen kamen bei der Bevölkerung - und besonders in den USA - sehr gut an. Im Jahr 1934 erhielt Franz Goebel (Mitinhaber der Porzellanmanufaktur W. Goebel in Rödental) die Lizenz, diese Zeichnungen in Figurinen umzusetzen und auch diese fanden reissenden Absatz. Fast in jedem zweiten deutschen Haushalt soll eine dieser Hummelfiguren gestanden haben, es gab und gibt seither regelrechte Sammler-Clubs und für manche Werke werden beträchtliche Summen gezahlt.

Als die Nazis ihre Kunst als „wasserköpfige Wichtel und klumpfüßige Dreckspatzen“ bezeichneten und M.I. Hummel Arbeit Gefahr lief, als unerwünschte, "entartete" Kunst zu gelten, kam ihr allerdings der Einfluß und Schutz der katholischen Kirche zugute. Die Nazis konnten ohne Gesichtsverlust besonders auf das Geld, dass durch ihre Arbeiten aus dem Ausland hereinflossen, nicht mehr verzichten und die Akzeptanz in der Bevölkerung sprach zudem eine deutliche Sprache.

Eine nicht vollständig ausgeheilte Rippenfellentzündung führte bei ihr jedoch zu einer anschließend sehr instabilen Gesundheit. Sie bekam Tuberkulose und starb im November 1946 im Alter von 37 Jahren im Mutterhaus in Sießen, auf dessen Friedhof sie begraben ist.

Meine Meinung:

Das Buch "Ich will Freude machen / J Want to Give Joy: Eine schicksalhafte Frauenkarriere" von Maria Innocentia Hummel, Dido Nitz, und Ernest Bernhardt wurde mir vom arsEdition-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich möchte mich zuallererst für dieses beeindruckende Buch ganz herzlich bedanken.
Das Buch ist nicht nur wundervoll gebunden und hat auf dem Buchcover eine eindrucksvolle Zeichnung der Künstlerin, sondern dazu gibt es auch einen stabilen Schuber, Lesebändchen und das gesamte Werk ist sowohl mit Text in Deutsch als auch Englisch versehen und enthält mehr als 600 Abbildungen, Zeichnungen und Zeitdokumente wie z.B, Fotos des Hauses der Familie Hummel oder M.I.Hummels Zeugnisse etc. Eine gelungene, interessante Mischung über das Leben und Lebenswerk der Frau, deren Kinderzeichnungen gewiß schon jedem einmal begegnet sind.

Das Buch beinhaltet die Biografie der Künstlerin, die nach eigener Aussage immer nur anderen Freude machen wollte, für sich selbst den Weg der Demut, Armut und eines unprätentiösen Lebens und Wirkens. Darüber kann man gewiß geteilter Meinung sein und das Buch drängt den Leser auch keineswegs in eine vorgezeichnete Meinungsrichtung. Im Gegenteil: es zeigt in einzigartiger Weise einen klaren Blick auf das Leben und Wirken der M.I. Hummel mit bisher unveröffentlichten Werken, Briefen und Dokumenten und lässt dem Leser Spielraum für das eigene Nachdenken.

Sehr gelungen und ganz sicher für Hummel-Fans ein "Must-Have".

06 Oct, 2010 06:04 47
 
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