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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » Historische Romane Deutsche Autoren » Historisch Deutsche Autoren S - U » Serno, Wolf » [Historischer Roman] Serno, Wolf - Die Medica von Bologna 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.50 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.50 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.50 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.50 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.50 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Ikopiko Ikopiko ist weiblich
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Serno, Wolf - Die Medica von Bologna Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Serno, Wolf
Titel: Die Medica von Bologna
Originaltitel: -
Verlag: Droemer
Erschienen: 1. Dezember 2010
ISBN-10: 3426198053
ISBN-13: 978-3426198056
Seiten: 640
Einband: gebunden
Serie: -
Preis: 19,99 €

Autorenportrait:

Zitat:
Wolf Serno arbeitete 30 Jahre als Texter und Creative Director in der Werbung. Mit seinem Debüt-Roman "Der Wanderchirurg" - dem ersten der fesselnden Saga um Vitus von Campodios - gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem viele weitere folgten, unter anderem: "Der Balsamträger", "Hexenkammer", "Der Puppenkönig" sowie "Das Spiel des Puppenkönigs". Wolf Serno, der zu seinen Hobbys "viel lesen, weit reisen, gut essen" zählt, lebt mit seiner Frau und seinen Hunden in Hamburg und in Nordjütland/Dänemark.

Quelle: www.amazon.de

Inhaltsangabe:

Zitat:
Bologna 1552. Mit einem entstellenden Feuermal - für die Inquisition ein Schandmal der Sünde - kommt Carla zur Welt. Um sich von diesem Makel zu befreien, träumt sie davon, eine Medica zu werden. Doch ein Medizinstudium ist ihr als Frau verwehrt. Sie gibt nicht auf. Heimlich besucht sie Vorlesungen an der Universität, wo der charismatische Chirurg Gaspare Tagliacozzi die Kunst der Gesichtsoperationen lehrt. Sie hofft auf seine begnadeten Hände und verliebt sich dabei rettungslos in ihn. Doch Gaspare, der ihre Liebe nur zum Schein erwidert, nutzt ihre Gefühle aus und schickt sie auf eine tödliche Mission ...

Quelle: www.amazon.de

Meine Meinung:

Die kleine Carla verbringt viel Zeit allein. Ihre Mutter schirmt sie vor der Öffentlichkeit ab. Sollte sie doch draußen gesehen werden, wenden sich die Menschen angewidert ab oder hänseln sie. Carla versteht das nicht und fühlt sich einsam. Bis sie in einen Spiegel blickt und seit diesem Augenblick nie mehr in einen solchen schauen will.

Wolf Serno hat in seinem neuen Roman eine Protagonistin geschaffen, die man durchaus emanzipiert nennen darf. Carla trägt ein Feuermal in ihrem Gesicht. Im 16. Jahrhundert gilt dies als Teufelszeichen und Carla läuft stets Gefahr als Hexe angeprangert zu werden. Aus diesem Grunde verbringt sie die meiste Zeit allein in ihrem Haus.

Durch ihre Arbeit bei den Nonnen und das Medizinstudium ihres Freundes wächst in ihr starkes Interesse an der Medizin. Sie erweckt die Aufmerksamkeit eines Arztes, der sie an Operationen teilnehmen lässt. Aber das allein reicht ihr nicht. Sie will auch als Frau das Recht haben, den Menschen helfen zu dürfen. Und für dieses Recht nimmt sie viele Gefahren in Kauf.

Der Roman entführt den Leser in die italienische Stadt Bologna im 16. Jahrhundert. Das Leben der einfachen Menschen, mit den täglichen Sorgen um das Überleben, die Gefahr durch Krankheiten und der gefährliche Aberglaube werden von Serno verständlich und nachvollziehbar beschrieben. Die Protagonisten wachsen einem schnell ans Herz. Da die Anzahl überschaubar bleibt, kommt es zu keinen Verwechslungen oder Unklarheiten.

Carlas Leben gestaltet sich von der ersten Seite an überaus interessant. Sie ist eine mutige, intelligente Frau, die die Leser aufmuntern kann, die Erfüllung ihrer Träume in Angriff zu nehmen.

Großes Thema ist die Nasenrekonstruktion. Die einzelnen Phasen werden sehr ausführlich beschrieben und im Anhang mit Bildern dokumentiert. Mir persönlich war diese medizinische Leistung völlig unbekannt, und ich bin fasziniert davon, was vor so vielen Jahren bereits möglich war.

Fazit:

Serno hat wieder einmal überzeugt. Gut recherchiert, hochinteressant und informativ ist der Roman ein reiner Lesegenuss. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und vergebe fünf von fünf Sternen.

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Ein Leben ohne Bücher ist möglich. Aber es lohnt sich nicht!

05 Jan, 2011 09:30 38 Ikopiko ist offline Email an Ikopiko senden Beiträge von Ikopiko suchen Nehmen Sie Ikopiko in Ihre Freundesliste auf
Meggie Meggie ist weiblich
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Oh, ein neues Buch von Serno? Das ist vollkommen an mir vorbeigegangen (vielleicht auch gut, bei dem hohen SuB).

Hört sich aber sehr interessant an. Danke, Ikopiko, für die schöne Rezi.

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05 Jan, 2011 09:56 12 Meggie ist offline Email an Meggie senden Homepage von Meggie Beiträge von Meggie suchen Nehmen Sie Meggie in Ihre Freundesliste auf
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Meine Meinung:

Das Cover der 640 Seiten starken gebundenen Ausgabe ist ein echter Blickfang, wie ich finde. Der sehr auffällige Grünton sticht sofort ins Auge und man kann im Geschäft nur schwer an diesem Buch vorbeigehen, ohne den Klappentext zu lesen - vor allen Dingen, wenn man historische Romane so sehr mag wie ich.

Ich habe zwar einige Bücher von Wolf Serno in meinem Bücherregal stehen, gelesen allerdings noch keines, deswegen ist Die Medica von Bologna" mein Serno-Debüt.

Die Geschichte spielt in Italien im Jahr 1552 in der Stadt Bologna. Carla Maria Castagnolo, die mit einem Feuermal im Gesicht zur Welt kommt, wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Mutter verdient als Schneiderin für die feinere Gesellschaft das Geld, um sich und ihre Tochter durchzubringen. Dass Carla nicht so ist wie andere Kinder, merkt sie erst, als sie als kleines Mädchen ihrer Mutter heimlich zu einer Kundin folgt. Als diese das Kind erblickt, stößt sie einen erstickten Schrei aus und fragt empört, was das für eine Kreatur sei. Mit sechs Jahren erblickt sich Carla zum ersten Mal im Spiegel und ist so erschrocken von ihrem Aussehen, dass sie nie wieder einen Spiegel sehen mag.

Frauen hatten in dieser Zeit ohnehin schon einen schweren Stand, jedoch auch noch mit einem Feuermal geboren zu werden, welches damals das Zeichen des Teufels war, bedeutete für Carla ein Leben in Isolation. Aus lauter Angst von der Inquisition verfolgt zu werden, fristet sie ihr Dasein im Haus ihrer Mutter, der sie bei den Arbeiten zur Hand geht. Doch Carlas Wunsch, anderen Menschen zu helfen wird immer größer und ihr größter Traum ist es, Medizin zu studieren.

Eines Tages kommt ihr der Zufall zur Hilfe und es bietet sich ihr die Gelegenheit, auf dem Dachboden einer Universität heimlich den Vorlesungen des jungen Chirurgen Gaspare Tagliagozzi beizuwohnen und sie eignet sich wertvolles medizinisches Wissen an. Ausgerechnet ihre guten Nähkünste verschaffen Carla die Möglichkeit Gaspare persönlich kennenzulernen. Dieser lernt Carlas Fähigkeiten mit der Zeit zu schätzen und er ruft sie bei seinen Gesichtsoperationen immer häufiger als Assistentin dazu.

Carla kann sich dem Charme des jungen Chirurgen nicht entziehen und verliebt sich rettungslos in ihn. Ihre anhaltende Affäre gibt Carla Hoffnung, eines Tages an seiner Seite leben zu können. Doch Gaspare benutzt Carla nur zu seinen Zwecken und bittet sie an seiner Stelle einen Auftrag in Venedig auszuführen. Carla willigt natürlich ein. Doch in Venedig herrscht die Pest ...

Die Geschichte ist aus Sicht der Protagonistin geschrieben, die ihr Lebenswerk von ihrem Diener Latif, den sie aus Venedig mitbrachte, aufschreiben ließ. Sie selber ist nicht mehr dazu in der Lage, weil sie mit Mitte 40 an Schüttellähmung erkrankt. Eine sehr interessante Geschichte über ein sehr bewegtes Leben, an das der Leser teilhaben darf. Ich habe jede einzelne Zeile davon genossen.

Wolf Serno hat mich mit seiner einfühlsamen Art zu Schreiben seinen Protagonisten sehr nahe gebracht. Ich habe Carla für den Mut bewundert, ihren Weg zu gehen und sich über alles andere hinwegzusetzen. Ihr Schicksal hat mich berührt und auch mit welch stoischer Hingabe Latif seiner selbst ernannten Herrin dient, hat mich einfach in den Bann geschlagen.

Es passiert sehr viel im Laufe der Geschichte, und doch wirkt sie nicht reißerisch, sondern fließt so dahin. Dabei schreibt Serno sehr bildhaft und auch die ausführlichen Schilderungen einer Nasenkorrektur wurden für mich zu einem spannenden Thema. Allerdings hätte eine einmalige Erklärung gereicht. Irgendwann wurde es mir dann zu viel des Guten - zumal im Anhang der Geschichte noch die sechs Akte zur Rekonstruktion einer Nase nach Gaspare Tagliacozzi zu finden sind. Das Ganze also noch einmal in komplett und noch detaillierter.

Anderen Rezensionen konnte ich entnehmen, dass dieser Roman kein typischer Serno" war und nicht ganz so gelungen. Aber wenn mir dieser Roman, der ja mein Erster des Autors ist, schon so gut gefallen hat, dann bin ich umso gespannter auf die anderen.

Ich vergebe vier Sterne und spreche eine uneingeschränkte Empfehlung aus.

4 sterne

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

04 Mar, 2012 21:38 46 goat ist offline Email an goat senden Beiträge von goat suchen Nehmen Sie goat in Ihre Freundesliste auf
 
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