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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » KRIMI & THRILLER Deutsche Autoren » Deutsche Krimi & Thriller J - L » [Krimi] Klönne, Gisa - Nichts als Erlösung (5. Band der Krieger-Korzilius-Reihe) 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Klönne, Gisa - Nichts als Erlösung (5. Band der Krieger-Korzilius-Reihe) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Klönne, Gisa
Titel: Nichts als Erlösung
Originaltitel: -
Verlag: Ullstein Hardcover
Erschienen: 10. Oktober 2011
ISBN-10: 3550087772
ISBN-13: 978-3550087776
Seiten: 352
Einband: Gebundene Ausgabe
Serie: 5. Band der Krieger-Korzilius-Reihe
Preis: 19,99 €

Autorenportrait:

Zitat:
Gisa Klönne, 1964 geboren, studierte Anglistik und war Journalistin. Ihre von Lesern und Presse gleichermaßen gefeierte Erfolgsserie um Kommissarin Krieger wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2009 erhielt Gisa Klönne den Friedrich-Glauser-Preis.


Quelle: Verlagsseite

Inhaltsangabe:

Zitat:
Ein Toter ohne Gesicht mitten in der Kölner Altstadt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Judith Krieger in die Vergangenheit. Zu einer Familientragödie. Und zu einem Kinderheim, dessen Wurzeln bis in die NS-Zeit reichen. Ist der Täter ein ehemaliges Heimkind? Ist Rache sein Motiv? Schon bald fordert er Judith Krieger zu einem perfiden Wettkampf heraus.
Ein eindringlicher und rasant erzählter Kriminalroman über ein lange verschwiegenes Kapitel der deutschen Geschichte.


Quelle: Klappentext

Meine Meinung:

Seit dem 10. Oktober ist „Nichts als Erlösung“, Judith Kriegers fünfter Fall im Handel erhältlich. Das Cover kommt eigentlich recht unscheinbar daher und hinterlässt doch einen bleibenden Eindruck. Überwiegend in grau gehalten, wirkt das alte Zimmer, das aufgrund der sichtbar verlaufenden Heizungsrohre und der Größe des Raumes auf eine Schule oder ein Internat hindeutet, etwas kalt und leer. Einzig das kleine Mädchen in einem roten Kleid, welches auf ein Fenster zueilt, bringt etwas Farbe und somit auch Wärme ins Spiel. Spätestens nachdem man den Klappentext gelesen hat, weiß man, dass das Cover sehr gut zum Thema passt.

Gisa Klönnes Krimi befasst sich mit einem sehr brisanten Thema aus der Vergangenheit – der Zeit des Nationalsozialismus. Schon ziemlich zu Beginn des Buches wird der Leser mit einer gesichtslosen Leiche konfrontiert. Bei den Nachforschungen stoßen Kriminalhauptkommissarin Judith Krieger und ihr Kollege Manni Korzilius auf eine 20 Jahre zurückliegende Familientragödie. Ein angerichtetes Blutbad, bei dem die Opfer allerdings nie aufgefunden wurden - einziger Überlebender war Jonas Vollenweider, der Sohn, der damals selbst unter Mordverdacht geriet. Nachweisen konnte man ihm allerdings nie etwas. Nun ist Jonas Vollenweider selber Opfer eines grausamen Mordes geworden und sosehr sich die Ermittler auch ins Zeug legen, die Spur führt immer wieder zum Kinderheim „Frohsinn“, welches in den 60er Jahren von Jonas Vollenweiders Eltern geleitet wurde. Nach und nach kommen die damaligen Nazi-Erziehungsmethoden der Vollenweiders ans Licht. Von abgeschobenen Kindern ist die Rede, die aufs äußerste gedemütigt und misshandelt wurden. Der Verdacht liegt nahe, dass sich eines der ehemaligen Heimkinder vielleicht an den Vollenweiders rächen wollte …

Gisa Klönne hat mit „Nichts als Erlösung“ einen sehr ruhigen aber auf jeden Fall auch sehr nachdrücklichen Krimi geschrieben. Wer Action erwartet, wird hier vergebens suchen. Die Handlung plätschert eher ruhig vor sich hin. Zwar wird durch die verschiedenen Erzählperspektiven das Ganze etwas aufgelockert, aber leider stört das auch ganz erheblich den Lesefluss. Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig, aufgrund der detaillierten Erklärungen, die sich oft über Seiten hinziehen. Hier blieb meine Konzentration manchmal etwas auf der Strecke und ich war des Öfteren versucht, ein paar Absätze zu überspringen. Die Handlung jedoch war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ganz im Gegenteil: besonders die Passagen zum Thema Kindeserziehung zu Hitlers Zeiten haben mich interessiert. Hier hat Gisa Klönne viel Zeit in die Recherche investiert. Im Nachwort erwähnt sie auch noch einmal, dass das Kinderheim Frohsinn nur ein Produkt ihrer Fantasie ist, nicht aber die Daten und Fakten zur Geschichte der Heimkinder im Deutschland der Nachkriegszeit. Ihre Angaben zu den Erziehungsmethoden basieren auf dem Erziehungsratgeber von Johanna Haarer. Ich habe ob der absurden Ansichten dieser Frau immer nur wieder mit dem Kopf schütteln können. Die Autorin selbst schreibt, dass es ihr in diesem Fall vorrangig darum ging, zu zeigen, welch zerstörerisches und menschenverachtendes Potenzial das aus der NS-Zeit tradierte Erziehungsbild mit seinen perfiden Züchtigungsmethoden entfaltet hat – und wie lange es auch nach 1945 noch weiterwirkte.

Fast schon geneigt, dem Täter so etwas wie Verständnis entgegenzubringen, habe ich immer vergeblich versucht, heraus zu finden, wer der Mörder sein könnte und ob, und wenn ja, wie der Täter mit der Ermittlerin Judith Krieger in Verbindung steht. Aber es ist mir die ganze Zeit über nicht gelungen, den Kreis der Verdächtigen so weit einzugrenzen, dass ich ihn ausfindig machen konnte. Von daher würde ich die Auflösung des Falles als nicht unbedingt vorhersehbar einstufen. Apropos Ermittlerin: Judith Krieger bleibt mir als Protagonistin irgendwie zu blass und ich konnte keine Verbindung zu ihr aufzubauen. Sie wirkt sehr unnahbar auf mich - ganz im Gegensatz zu ihrem Kollegen Manni Korzilius. Hier ist es der Autorin sehr gut gelungen, seine Gefühle und seinen Gewissenskonflikt rüber zu bringen. Er hat mir als Figur von seiner ganzen Entwicklung her noch am besten gefallen.

Im Zuge der Ermittlungen führt der Weg Judith Krieger unter anderem zur Insel Samos nach Griechenland. Die Beschreibungen sind zwar schon sehr detailliert und es stellte sich bei mir zwangsläufig der Wunsch nach einem Urlaub ein, aber wer sich die Mühe macht und mal die Homepage der Autorin unter www.gisa-kloenne.de besucht, der kann die Schauplätze ihrer Bücher noch einmal in Form von Fotos nachvollziehen. Futter für das Kopfkino, welches in meinen Augen ein ganz dicker Pluspunkt ist. Dort findet man sogar ein Foto der dreifarbigen Katze, die in dem Buch vorkommt. Unter den Fotos sind die jeweiligen Textpassagen aus dem Buch aufgeführt. Und spätestens nach diesen Fotos möchte man am liebsten gleich einen Flug buchen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Buch geben und habe mich auch extra eher mit den „weniger“ relevanten Dingen aufgehalten, damit ich nicht zu viel verrate. Empfehlen kann ich dieses Buch den Lesern, die auch gerne mal etwas ruhigere und ausführlichere Krimis lesen und sich nicht an langen und detaillierten Beschreibungen stören. Spannung ist immer vorhanden, aber Action wird man vergeblich suchen. Wer sich an den von mir aufgezählten negativen Dingen nicht stört, wird seine Freude an dem neuen Band von Gisa Klönne haben. Ich vergebe in diesem Fall vier Sterne.

4 sterne

Reihenfolge der Judith-Krieger-Reihe:

1. Der Wald ist Schweigen
2. Unter dem Eis
3. Nacht ohne Schatten
4. Farben der Schuld
5. Nichts als Erlösung

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

06 Nov, 2011 22:56 15 goat ist offline Email an goat senden Beiträge von goat suchen Nehmen Sie goat in Ihre Freundesliste auf
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Meine Meinung:
Ein Schimmel, der ihr den Weg weist.

"Nichts als Erlösung" ist der fünfte Fall von Judith Krieger und ihrem Ermittlungsteam.
Nachdem ein Mann ermordet wurde, rollen sie einen zwanzig Jahre alten ungelösten Fall wieder auf. Denn der zurückliegende Fall, bei dessen Familiendrama genau dieser Ermordete der Hauptverdächtige war, scheint mit seinem Tod zusammen zu hängen.

Der bei einem Fall vor zwanzig Jahren ein Hauptverdächtiger bei einem Familiendrama war, rollen Krieger und ihr Team auch diesen noch einmal auf. Denn nach einigen Nachforschungen scheinen der gegenwärtige fall mit dem Vergangenen zusammen zu hängen.
Dabei ging es damals um ein Kinderheim aus der Nazizeit, den damaligen Erziehungsmethoden und den Erwachsenen, die dieses Heim geleitet hatten. Und die neueste Tat scheint damit verknüpft zu sein.
Je mehr Krieger in der Vergangenheit dieser Familie, sowie des letzten Opfers und des Heimes forscht, umso mehr kommt sie zu einem Schluss: Es geht um Rache!

Während ihr Team den mickrigen Spuren nachgehen, haben sie und ihr Partner ebenfalls mit vergangenen Situationen und Ereignisse zu kämpfen, was jeder auf seine Art verarbeitet. Judith hat entsprechende Träume, in denen ein Schimmel vorkommt, und ihr Kollege Manni tobt sich auf der Autobahn aus.
Und als wäre das noch nicht genug, wird die Kommissarin von einem Reporter erpresst und bekommt von jemandem seltsame Bilder zugeschickt.
All das sind Verknüpfungen, die es zu entwirren gilt um an die Lösung zu kommen und den Mörder zu fassen ...

Dieser Roman von Gisa Klönne war mein erster Krimi ihrer Serie über Kommissarin Judith Krieger. Als Quereinsteigerin hatte ich anfangs etwas Probleme, da immer wieder ohne genauere Details auf vorangegangenen Fälle eingegangen wurde, die ich gebraucht hätte, um einzelne Anspielungen zu verstehen. Aber je länger ich in diesem Krimi weiterlas, desto weniger machten mir die fehlenden Puzzlestückchen etwas aus und ich konnte mich auf den Fall konzentrieren. Dieser nahm immer mehr an Spannung zu und wurde zum Schluss noch richtiggehend dramatisch. So wurde ich von dieser Seite her nicht enttäuscht und kann mit gutem Gewissen sagen, dass dies ein echter Krimi ist.

Durch verschiedene Handlungsstränge wurden mir mehrere Sichtweisen geschildert, die zu Anfang nicht zugeordnet werden konnten. Erst mit der Zeit fügten sich einzelne Geschehnisse zu einem vollständigen Bild zusammen.
Zudem erfuhr ich durch einen Reporter, der sich dabei in den Kriminalfall einmischte und parallel ermittelte, auch auf einem anderen Weg etwas über den Fall, was abwechslungsreich war.
Immer wenn ein Abschnitt begann, wovon es fünf an der Zahl gab, wurden Auszüge in Schreibmaschinenform dargestellt, die erst im Laufe der Geschichte einen Sinn ergaben.
Einzelne Figuren wurden mir gut genug beschrieben, dass ich mir ein Bild von ihnen machen konnte, doch richtig vorgestellt wurde mir nicht einmal die Protagonistin und Kommissarin selbst.
Trotzdem weiß Gisa Klönne, wie sie mich immer stärker fesseln konnte. Ihr Schreibstil ist flüssig und zieht einen in den Bann, wenn er auch nicht so spannend ist wie ich erwartet hatte. Das gewisse etwas fehlt zu fünf Sternen.

Fazit:
Ich würde sehr gerne mehr über die vergangenen Fälle erfahren, um zu wissen wie es dazu kommt, dass die Krieger das Rauchen aufgibt und was es mit einem schlimmen Erlebnis zu tun hat.
Somit vergebe ich fast die volle Punktzahl, vier bis fünf von fünf Sternen.

Kommissarin Judith Krieger:
1. Der Wald ist schweigen
2. Unter dem Eis
3. Nacht ohne Schatten
4. Farben der Schuld
5. Nichts als Erlösung

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