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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » BELLETRISTIK » Belletristik V - Z » Zusak, Markus - Die Bücherdiebin 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Meggie Meggie ist weiblich
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Zusak, Markus - Die Bücherdiebin Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Zusak, Markus
Titel: Die Bücherdiebin
Originaltitel: The Book Thief
Verlag: blanvalet
Erschienen: 2009
ISBN-13: 978-3442373956
Seiten: 602
Einband: TB
Serie: --
Preis: 9,95 Euro

Autorenportrait:
Zitat:
Markus Zusak, Jahrgang 1975, lebt in Sydney und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für „Der Joker“ wurde er dutzendfach ausgezeichnet. „Die Bücherdiebin“ ist sein erster Roman für Erwachsene, stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht.


Quelle: Buchinnenseite

Inhaltsangabe:
Zitat:
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten, Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher, Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.


Quelle: Buchrücken

Meine Meinung:
Liesel ist zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Mutter auf dem Weg zu ihren Pflegeeltern. Auf der Fahrt ereignet sich ein folgenschwerer Schicksalsschlag für Liesel. Ihr Bruder stirbt urplötzlich. Bei den Pflegeeltern angekommen, plagen sie Alpträume und ihr Gewissen, denn auf der Beerdigung ihres Bruders hat sie ein Buch gestohlen.
Doch im Laufe der Zeit lernt sie neue Freunde kennen, ihre Pflegeeltern lieben und muss Geheimnisse bewahren. Sie stiehlt noch mehr Bücher und wächst mitten im Zweiten Weltkrieg auf.

Ein so wundervolles, berührendes und zugleich erschreckendes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich bin verzaubert von der wunderschönen Erzählweise des Autors, der mit einfühlsamen Worten die Geschichte der Liesel Memminger erzählt, die mit neun Jahren zu Pflegeeltern kommt und bei diesen mitten im Zweiten Weltkrieg aufwächst.

Liesel kann weder lesen noch schreiben und ihr Pflegevater Hans bringt ihr dies anhand ihres ersten gestohlenen Buches bei. Im Laufe der Geschichte stiehlt Liesel noch weitere Bücher, bekommt welche geschenkt oder geschrieben und schreibt auch selbst eines. Das Buch steht quasi im Mittelpunkt der Geschichte und in Liesels Leben.

Die Story wird aus Sicht des Todes in der Ich-Form erzählt. Er beschreibt, wie es dazu kam, dass er von Liesel so fasziniert war und sich deshalb für ihr Leben interessierte. Immer wieder kommen Abschnitte, in denen er fast zärtlich erzählt, wie er die Seelen der Toten zu sich nimmt und sich rückblickend an Liesel erinnert.

Das Buch ist auf der einen Seite wunderbar gefühlvoll, sehr intensiv und hinreißend. Auf der anderen Seite wird der Schrecken des Krieges dargestellt, insbesondere die Verfolgung der Juden durch Adolf Hitler.

Man merkt deutlich, wie sehr Liesel versucht, nach außen hin die Befürworterin des Krieges zu spielen, genauso wie ihre Pflegeeltern Hans und Rosa. Doch tief in ihr drin weiß sie, dass alles ein Fehler ist.

Sehr gut gefallen haben mir Liesel und Rudi Steiner, der in Liesel verliebt ist und dies auch offen zeigt. Doch Liesel zeigt keinerlei Ambitionen bzw. merkt viel zu spät, dass sie Rudi doch mehr mag, als gedacht.

Das Ende wird eigentlich schon zu Anfang verraten, doch nimmt dies dem Buch nicht das Lesevergnügen, obwohl man bei Kriegsbeschreibungen keinesfalls von Vergnügen sprechen kann.

Nochmals muss ich auf den schönen Erzählstil verweisen, der einem dermaßen in den Bann zieht, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.

Fazit:
Ein gefühlvolles Buch mit kleinen, feinen Botschaften und einer hinreißenden Liesel als Hauptcharaktere.

5 sterne + 5 sterne

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lG Sina Höst Flickan


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18 Apr, 2012 17:34 42 Meggie ist offline Email an Meggie senden Homepage von Meggie Beiträge von Meggie suchen Nehmen Sie Meggie in Ihre Freundesliste auf
etfrauantje
Gast


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Bei so vielen Sternen muss ich das ja bald mal lesen. Hab es auch im Schrank stehen breit grins

19 Apr, 2012 11:36 15
Nami
Gast


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Ich hatte im Urlaub viel Zeit zu lesen und da kam mir auch dieses Buch zwischen die Finger. Ich fand es gut geschrieben und das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Man sollte es mal gelesen haben.

4 sterne

21 Aug, 2012 19:11 23
goat goat ist weiblich
Schmöker Legende




Dabei seit: 21 Sep, 2008
Beiträge: 2173
Heimatort: Niedersachsen
Hobbies: lesen, mein Hund, Freunde treffen, Internet und meine Arbeit
Beruf: Bürokauffrau

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Meine Meinung:

Angezogen vom Titel und vom schlichten Cover, auf dem ein kleines Mädchen mit den Tod tanzt, bin ich lange Zeit um dieses Buch herumgeschlichen – unschlüssig, ob ich es lesen sollte oder nicht. Der Klappentext verwirrte mich eher als dass er mich überzeugte. Die vielen positiven Stimmen zu diesem Roman und die Gelegenheit, es zu leihen gaben dann letztlich den Ausschlag und ich habe es wirklich nicht bereut. „Die Bücherdiebin“ ist das wohl ungewöhnlichste Buch, welches ich je gelesen habe.

Die Geschichte der neunjährigen Liesel in der Zeit des Nationalsozialismus wird vom keinem Geringeren als dem Tod persönlich erzählt – der Protagonist des Zweiten Weltkrieges. Er schildert, wie Liesel 1939 zum ersten Mal zur Bücherdiebin wird – ausgerechnet auf der Beerdigung ihres kleinen Bruders. Lesen kann sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, sie wird es erst durch ihren Pflegevater Hans Hubermann lernen. Während die beiden sich gleich von Beginn an sehr nahe stehen, ist das Verhältnis zu ihrer Stiefmutter nicht immer leicht, denn Rosa Hubermann ist eine strenge Frau. Liesel wird von ihr immer „Saumensch“ gerufen und erst viel später wird dem Leser klar, dass es für sie keinesfalls ein Schimpfwort ist, sondern eher ein verlegenes Überspielen ihrer wahren Gefühle. Rosa ist im Hause Hubermann die Person, die die Zügel in der Hand hat und auch in den schwierigsten Situationen einen klaren Kopf behält.

Ihre Pflegeeltern sprechen vor Liesel so gut wie nie vom Krieg und die wahren Ausmaße werden ihr erst bewusst, als die Hubermanns einen Juden mit dem Namen Max Vandenburg in ihrem Keller verstecken und sie ihr nicht länger vorenthalten können, was in der Welt passiert. Der Mann, dem sie zunächst mit ängstlicher Scheu begegnet wird ihr in der schweren Zeit ein guter Freund.

Markus Zusak hat mich mit seiner Geschichte sehr berührt. Ich habe mich gefragt, warum gerade ein Australier, der in meinem Alter ist, das Thema Nationalsozialismus aufgreift. Das Interview am Ende des Buches gibt Aufschluss darüber. Seine Eltern stammen aus München und Wien. Die Schilderungen seiner Mutter über die Bombennächte finden sich in seinem Roman wieder, denn sie sind es, die ihn zu diesem Buch inspiriert haben.
Besonders gewöhnungsbedürftig ist der Erzähler in dieser Geschichte, denn mit dem Tod verbindet der Mensch fast ausschließlich nur Negatives. In diesem Fall allerdings wird er liebenswert und sympathisch dargestellt. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich anfing, Mitleid mit ihm zu haben, aufgrund seines schweren Jobs, den er erledigen musste – ob er nun wollte oder nicht. Eine Passage hat mich lange beschäftigt. Dort sagt der Tod: „Man sagt, dass der Krieg der beste Freund des Todes ist, aber da muss ich euch berichtigen. Für mich ist der Krieg wie ein neuer Vorgesetzter, der Unmögliches von einem erwartet. Er steht hinter einem und wiederholt immer nur das eine: „Erledige dies, erledige das.“ Also arbeitet man härter. Man erledigt dies und das. Aber der Vorgesetzte dankt es einem nicht. Er verlangt nur noch mehr.“

Der Leser begegnet in dieser Geschichte vielen Charakteren und muss sich leider auch von sehr vielen verabschieden. Der Tod verrät dem Leser oft schon sehr früh, von wem sich Liesel (und der Leser) bald trennen muss. Und er verrät dies mit einer Leichtigkeit, dass man zwar geschockt ist, es aber trotzdem einfach so hinnimmt und weiter liest, um zu erfahren, was diese Figur bis dahin noch erlebt. Und auch hier kann man dem Tod wieder nicht böse sein, denn es einfach wie es ist.

In diesem Buch steckt so viel: Es ist voller Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Glück und unendlicher Traurigkeit. Es zu lesen kommt einer Achterbahnfahrt gleich. Man möchte lachen und weinen zugleich und sehr oft am liebsten in die Geschichte eingreifen, um aufzuhalten, was unabwendbar ist. Kein Buch über den Krieg hat mich so bewegt wie dieses und ohne Menschen wie Liesel Memminger oder Hans Hubermann wäre diese Welt arm und sehr kalt.

Das Jahr hat zwar gerade erst begonnen, aber dies ist mein Lesehighlight 2011 und es dürfte schwierig werden, dies zu toppen. „Die Bücherdiebin“ ist in meinen Augen eine wertvolle Lektüre, die jeder Bücherwurm gelesen haben sollte. Auch die wundervollen Zeichnungen, die sich in diesem Roman befinden, möchte ich noch erwähnen. Sie ergeben eine Geschichte in der Geschichte und sind sehr schön gestaltet. Ab der 8. Auflage gibt es die Ausgaben mit Bonusmaterial wie Hintergründe, einem Interview mit dem Autor oder Diskussionsanregungen zu Leserunden.

Allen zukünftigen Lesern dieses Romans wünsche ich viele schöne Lesestunden und ein intensives Abtauchen in die Welt der Bücherdiebin …

5 sterne

Verfasst im Februar 2011

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

21 Feb, 2014 20:18 49 goat ist offline Email an goat senden Beiträge von goat suchen Nehmen Sie goat in Ihre Freundesliste auf
 
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