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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » KRIMI & THRILLER » Krimi & Thriller A - C » [Thriller] Annechino, Daniel - Keine Gnade (2. Band der Rizzo / Diaz-Reihe) 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Annechino, Daniel - Keine Gnade (2. Band der Rizzo / Diaz-Reihe) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Annechino, Daniel
Titel: Keine Gnade
Originaltitel: Resuscitation
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erschienen: 14. September 2012
ISBN-13: 978-3548282633
Seiten: 512
Einband: Taschenbuch
Serie: 2. Band der Rizzo / Diaz-Reihe
Preis: 9,99 €

Autorenportrait:

Zitat:
Daniel Annechino lebt und arbeitet in San Diego, Kalifornien. Er hat bislang bereits vier Romane geschrieben. Leise stirbst du nie erschien in den USA im Selbstverlag und entwickelte sich zum Bestseller.

Quelle: Verlagsseite

Inhaltsangabe:

Zitat:
Er spielt Gott. Aber er ist der Teufel.
Ein brutaler Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken: Die Opfer werden ohne Narkose am Herzen operiert – und sterben. Ein grausamer Tod. Detective Inspector Samantha Rizzo und ihr Kollege Alberto Diaz sind auf der Jagd nach einem Mann, der den hippokratischen Eid bricht. Ohne Reue. Er ist ein Killer ohne Gnade.

Quelle: Klappentext

Meine Meinung:

Bei "Keine Gnade" handelt es sich bereits um den zweiten Band über das Ermittlerduo Detective Inspector Samantha Rizzo und ihren Kollegen Alberto Diaz. Das Cover ist für einen Thriller sehr passend. Es zeigt ein auf dem Boden liegendes Messer. Sowohl das Messer als auch die Fliesen des Bodens sind mit Blut bedeckt. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass das Buch längst nicht so blutig war, wie das Cover dem Leser vielleicht weismacht.

Der Band setzt ein, zwei Jahre nach dem letzten Fall der beiden Ermittler. Nachdem Sami aus den Fängen des Serienkillers Simon befreit worden ist, quittiert sie den Dienst und widmet sich der Aufgabe als zukünftige Sozialarbeiterin. Als in San Diego allerdings ein brutaler Serienmörder umgeht, der es perfekt versteht, mit dem Skalpell umzugehen, ist sich Sami nicht mehr so sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Sie tritt wieder in den Polizeidienst ein, um den Psychopathen zu jagen, der Menschen am offenen Herzen operiert und ihre Leichen dann in Designerkleidung öffentlich ablegt, damit sie gefunden werden.

Im Gegensatz zu den Ermittlern weiß der Leser von Beginn an, dass es sich bei dem Mörder um Julian handelt, einem Kardiologen, der auf den Durchbruch in Sachen Forschung um das Vorhofflimmern am Herzen hofft. Auf die erwartete Förderung in Millionenhöhe muss er jedoch verzichten, weil sein Antrag aufgrund unzureichender Ergebnisse abgelehnt wird. Die Frist von sechs Monaten, um seinen Antrag neu einzureichen, setzt ihn unter Zugzwang und damit fatalerweise auch den für ihn geltenden hippokratischen Eid außer Kraft. Besessen von der Idee, seine Förderer von seinem Können zu überzeugen, gibt es für ihn nur noch einen Gedanken: Er benötigt für seine Forschungen lebende Probanden.

Doch Julian weiß genau, dass kein Mensch sich freiwillig so einer Operation als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen würde, und so brütet er einen ebenso grausamen wie auch mörderischen Plan aus. In einer Bar sucht er sich sein erstes Opfer - Genevieve Foster, eine Jurastudentin. Seine Annäherungsversuche sind zwar noch etwas unbeholfen und plump, aber dennoch gelingt es ihm, die junge Frau mich zu sich in seine Wohnung zu locken. Der Prolog des Buches beginnt mit dem Aufwachen Genevieves, nachdem das Betäubungsmittel nachgelassen hat. An Händen und Füßen an ein Bett gefesselt, kann sie sich zunächst nicht daran erinnern, wie sie dorthin gekommen ist, doch schon kurze Zeit später kehren sowohl ihre Erinnerung als auch Julian zurück ...

Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob ein Thriller noch genug Spannung erzeugen kann, wenn von vornherein feststeht, wer der Mörder ist. Meiner Meinung nach ist es Daniel Annechino auf jeden Fall gelungen, sowohl Spannung aufzubauen, als diese auch bis zum Ende des Buches zu halten. Pluspunkt ist definitiv die Tatsache, dass man den Mörder zwar mit seinem Vornamen kennt und auch viel über seine Gedanken und seine Sichtweise erfährt, jedoch bis zum Schluss nicht sicher sein kann, um welchen Arzt es sich genau handelt, weil alle anderen Ärzte immer nur beim Nachnamen genannt werden - somit könnte eigentlich jeder von ihnen Julian sein.

Der Autor verwendet die auktoriale Erzählform in seinem Roman, immer mit Blick auf die verschiedenen Charaktere. Interessant sind die Gedanken und Gefühle der Figuren. Die mit Abstand vielfältigste Persönlichkeit ist in diesem Fall eindeutig Julian. Von einem liebenden Familienvater und erfolgreichen Arzt verwandelt er sich in ein grausames Monster. Seine zunächst noch von schlechtem Gewissen geplagten Aktionen werden immer brutaler und bereits nach seinem zweiten Opfer ist das schlechte Gewissen einem unkontrollierbaren Machtgefühl gewichen. Allein die Rechtfertigung für seine Morde bleibt dieselbe - frei nach Aristoteles: "Das Wohl der Allgemeinheit ist wichtiger als das Wohl des Einzelnen". Hier ging mir die Entwicklung vom guten zum bösen Menschen eindeutig zu schnell. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Julian im Hinblick auf seine eigentlichen Beweggründe nicht weiterhin ein schlechtes Gewissen behält, sondern immer brutaler vorgeht und schlussendlich seine Opfer noch zusätzlich missbraucht und quält. Auch Entwicklung, die seine Familie betrifft, ist mir zu unausgereift. Er liebt seine Familie, aber mit jeder weiteren Tat ist er von der Anwesenheit seiner Frau genervter, die es ihm erschwert, die Opfer mit nach Hause zu bringen.

Samantha Rizzo und Alberto Diaz haben mir als Ermittler sehr zugesagt, allerdings hat es der Autor hier mit den familiären Problemen etwas übertrieben. Ich habe fast mehr über die Bypass-Operation von Samis Mutter und der im Koma liegenden Schwester von Alberto gelesen als über das Vorgehen des Täters. Gut ich gebe zu, das ist etwas übertrieben aber es war definitiv zu viel der Probleme unserer Protagonisten (eines, welches beide betrifft, habe ich jetzt bewusst verschwiegen). Ich wäre nicht böse gewesen, wenn diese Problematik dem "Korrekturstift" zum Opfer gefallen wäre und das Buch um ca. 100 Seiten abgenommen hätte. An seinen Figuren merkt man, dass der Autor ein Faible für Charaktere mit einer schweren Kindheit hat.

Die Beschreibungen zu den Herzoperationen wirkten sehr authentisch auf mich, ebenso wie die Gedanken und Gefühle der Opfer. Daniel Annechino schreibt sehr detailliert, setzt auf das Kopfkino seiner Leser und spielt mit deren Angst. Wer auf blutigen Szenen hofft, wird hier eher enttäuscht werden. Aber mal ehrlich: Wer hat sich nicht schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie schlimm es wäre, während einer Operation aufzuwachen und alles bei vollem Bewusstsein zu spüren, aber gelähmt zu sein und sich nicht bemerkbar machen zu können? Genau das ist es, was diesen Thriller ausmacht.

Während des Lesens habe ich oft gedacht, dass ich gerne erst den Vorgängerband gelesen hätte, bevor ich mich dem zweiten Band widme. Aber um potenzielle Leser zu beruhigen: Dieser Band ist auch ohne Vorwissen gut zu lesen, denn es gibt viele Rückblenden zum ersten Fall. Aber gerade diese haben mich nun auch sehr neugierig auf den ersten Teil gemacht.

Trotz einiger Längen gelingt es dem Autor, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten und sorgt für das, was einen Thriller ausmacht: Gänsehaut pur. Mit "Keine Gnade" kann man nichts falsch machen. Von mir gibt es vier Sterne und eine Empfehlung.

4 sterne

Reihenfolge der Samantha Rizzo / Alberto Diaz-Reihe:

1. Leise stirbst Du nie
2. Keine Gnade

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

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