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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » KRIMI & THRILLER » Krimi & Thriller P - R » [Thriller] Rhodes, Kate - Im Totengarten (1. Band der Alice Quentin-Reihe) 1 Bewertungen - Durchschnitt: 3.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 3.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 3.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Rhodes, Kate - Im Totengarten (1. Band der Alice Quentin-Reihe) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Rhodes, Kate
Titel: Im Totengarten
Originaltitel: Crossbones Yard
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erschienen: 28. September 2012
ISBN-13: 978-3548284620
Seiten: 448
Einband: Taschenbuch
Serie: 1. Band der Alice Quentin-Reihe
Preis: 9,99 €

Autorenportrait:

Zitat:
Kate Rhodes wurde in London geboren. Sie ist promovierte Literaturwissenschaftlern und lehrte jahrelang an amerikanischen und britischen Universitäten. Für ihre Lyrik wird sie von der Presse hoch gelobt und erhält regelmäßig Preise. Sie lebt in Cambridge, nahe des Flusses für dessen Erkundung sie sich extra ein Kanu zugelegt hat. Im Totengarten ist der Auftakt zu einer Serie um die Kriminalpsychologin Alice Quentin.


Quelle: Klappentext

Inhaltsangabe:

Zitat:
... eine Hand: direkt neben meinem Fuß auf dem dunklen Gehweg. Sie war klein und lag geöffnet da, als warte sie darauf, dass irgendein Passant ihr ein paar Münzen gab ...
In den Straßen Londons treibt ein brutaler Killer sein Unwesen. Er tötet junge Frauen. Sein Markenzeichen: Er ritzt blutige Kreuze in die Haut seiner Beute. Sie könnte sein nächstes Opfer sein: Alice Quentin, Psychologin im Dienste der Polizei. Die Jägerin wird zur Gejagten. Erst gerät ihr Bruder unter Verdacht, dann verschwindet ihre Freundin. Und bald beherrscht Alice nur noch ein Gedanke: Er wird mich nicht bekommen.


Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung:

Im Londoner Gefängnis Wandsworth hat der wegen Mordes an einer Prostituierten inhaftierte Morris Cley seine Strafe abgesessen. Seine anstehende Haftentlassung hängt von der Beurteilung der 32-jährige Psychologin Alice Quentin ab. Diese ist davon überzeugt, dass Cley zwar zurückgeblieben, jedoch nicht gewalttätig ist, und sorgt somit für die Freilassung des verurteilten Mörders. Doch bereits kurz nach Cleys Entlassung gibt es wieder eine tote Frau. Nachdem Alice plötzlich Besuch von Morris Cley in ihrer Wohnung bekommt, bei dem dieser zudringlich wird, kommen ihr Zweifel, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat …

Obwohl die abgebildete Libelle keinen Bezug zu der Geschichte hat, ist dieses Cover eines der schönsten und ausgefallensten welches ich in der letzten Zeit gesehen habe. Auch farblich fällt es gleich positiv ins Auge. Der türkisfarbene Ton (mehr grün als blau) ist sehr angenehm. Das Besondere jedoch sind die ausgestanzten Flügel der Libelle, welche farblich unterlegt sind durch die erste Seite im Buch. Sobald man es aufschlägt, sieht man auch wieder eine vollständige Libelle. Die beiden „Löcher“ im Cover haben jedoch den Nachteil, dass man beim Lesen ständig darin hängen bleibt und auch das Cover wirkt etwas instabil, dadurch, dass es keine durchgängige Fläche gibt. Trotzdem liebe ich Bücher, die man nicht nur lesen, sondern auch fühlen kann. Auch die hervorgehobenen Wörter auf der Rückseite des Buches laden zum Ertasten ein. Ein wirklich sehr außergewöhnliches Cover, welches sofort dazu verleitet, sich den Klappentext durchzulesen.

Bei „Im Totengarten“ handelt es sich um den Auftakt zu einer neuen Reihe mit der jungen Psychologin Alice Quentin. Die Protagonistin ist mir zwar nicht unsympathisch, konnte mich jedoch nicht hundertprozentig überzeugen. Der Prolog beschreibt die Szene, wie ein alkoholkranker Vater seine Familie tyrannisiert. Seine Frau und seine Tochter sind vor seinen Schlägen nicht sicher und der Sohn sitzt apathisch in einer Ecke und sieht zu, wie der Vater die beiden misshandelt. Im Laufe des Buches wird schnell klar, dass es sich bei der Tochter um Alice handelt. Was in der Zeit dazwischen geschah, erfährt der Leser jedoch nicht.

In der Geschichte wird Alice als gute Psychologin beschrieben, mein Bild von ihr deckt sich jedoch nicht mit dieser Beschreibung. Es ist mir nicht ganz klar, wie so ein junger problembehafteter Mensch wie Alice diesen Beruf ergreifen kann, wenn sie nicht einmal in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Noch heute leidet die junge Frau unter ihrer Kindheit, sie schafft es aufgrund ihrer Klaustrophobie nicht oder nur sehr schlecht, mit dem Fahrstuhl zu fahren. Sie bemängelt es selber, dass sie Patienten mit diesen Problemen hilft, es aber selber nicht schafft, ihre Ängste zu überwinden. Ich hatte allerdings auch nicht das Gefühl, dass die Patienten bei Alice gut aufgehoben sind, weil sie selbst einfach zu labil ist. Mehr als einmal verschiebt Alice die Beantwortung von wichtigen Mails und es wird mehr als einmal erwähnt, dass die Anzahl der Mails stetig ansteigt. Auch die Beziehung zu einem magersüchtigen Mädchen, welches von ihr betreut wird, ist mir zu oberflächlich gehalten. Sie besucht das Mädchen zwar ein paar Mal im Krankenhaus, stellt dann aber irgendwann ganz nebenbei fest, dass sie das Mädchen über einen längeren Zeitraum schon nicht mehr besucht hat. So etwas sollte einem doch eigentlich bei seinen eigenen Patienten nicht passieren.

Alice ist nicht die Einzige, in der Familie, die mit Problemen zu kämpfen hat. Ihr Bruder Will, einst ein erfolgreicher und gut aussehender junger Mann ist plötzlich stark drogenabhängig und psychisch völlig labil. Er hat keinen festen Wohnsitz und wohnt in einem kleinen Bus, der in der Nähe von Alice Wohnung steht. Warum Will von heute auf morgen so reagiert, ist mir auch nicht ausreichend genug erklärt worden. Auch in dem Fall ihres Bruders gerät Alice an ihre Grenzen. Sie schafft es nicht, ihm zu helfen.

Was Beziehungen zu Männern angeht, hat Alice zwar immer mal wieder kurze Romanzen, sobald die Männer jedoch die Beziehung vertiefen wollen, macht Alice einen Rückzieher und trennt sich von ihnen. Die Erfahrung muss auch der junge Arzt Sean machen. Als Alice jedoch den Polizisten DS Ben Alvarez kennenlernt, fliegen sofort die Funken. Wie sich das Ganze entwickelt, werde ich natürlich an dieser Stelle nicht verraten.

Der Schreibstil der Autorin hat mir schon zugesagt. Der Thriller ist sehr spannend und auch flüssig zu lesen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass Kate Rhodes weniger auf die Mordfälle eingeht. Wer also auf detaillierte Beschreibungen hofft, wird enttäuscht sein. Es verschwinden Frauen über mehrere Tage und tauchen dann als Leiche wieder auf - die Körper übersät mit eingeritzten Kreuzen. Aber der Gänsehautfaktor der fehlt hier leider komplett. Was die Ermittlung des Täters angeht, so gibt es für den Leser mehrere Figuren, die infrage kommen. Ich habe einige verdächtigt, den Gedanken wieder verworfen und bin an einer Figur hängen geblieben, die sich letztendlich auch als Täter herausgestellt hat. Von daher war meine Überraschung am Ende nicht sonderlich groß.

Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Alice, was den Verlauf der Geschichte auflockert und spannender macht. Trotzdem hätte sich die Autorin mehr auf die Polizeiarbeit und die Taten an sich konzentrieren sollen als auf die detaillierten Landschaftsbeschreibungen. Die haben in einem Thriller einfach nichts verloren, es sei denn, sie stehen in direkter Verbindung mit der Suche nach dem Mörder – aber das war hier nicht der Fall.

Für mich war „Im Totengarten“ eher spannendes Mittelmaß. Für den Start einer Serie zwar nicht schlecht, aber auf jeden Fall verbesserungswürdig. Ich hoffe, Kate Rhodes widmet sich noch einmal ganz intensiv ihrer Protagonistin und verlagert ihr Hauptaugenmerk etwas, dann steht einem perfekten Thriller nichts mehr im Wege. In diesem Fall kann ich leider nur drei Sterne vergeben.

3 sterne

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(Eduard Engel)

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