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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » SKANDINAVISCHE KRIMI & THRILLER » Skandinavische Krimi & Thriller M - O » Nesser, Håkon » [Schweden] Nesser, Håkan - Am Abend des Mordes (5. Band der Gunnar Barbarotti-Reihe) 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Nesser, Håkan - Am Abend des Mordes (5. Band der Gunnar Barbarotti-Reihe) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Nesser, Håkan
Titel: Am Abend des Mordes
Originaltitel: Styckerskan från Lilla Burma
Verlag: btb Verlag
Erschienen: 1. Oktober 2012
ISBN-13: 978-3442753178
Seiten: 480
Einband: Gebundene Ausgabe
Serie: 5. Band der Gunnar Barbarotti-Reihe
Preis: 19,99 €

Autorenportrait:

Zitat:
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in London und auf Gotland.

Quelle: Klappentext

Inhaltsangabe:

Zitat:
Wird Barbarotti kaltgestellt? Aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält er von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche keine Mörderin. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts. Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen ...

Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung:

Das Cover dieses Romans strahlt etwas sehr Düsteres und Geheimnisvolles aus. Die in schwarz-grau gehaltene Umgebung passt zum Grundtenor der Geschichte. Einzig die blutrote Holzhütte und der Buchtitel in der gleichen Farbe wirken etwas zu auffällig, da es in dem Roman eher unblutig zugeht.

Kommissar Gunnar Barbarottis Leben gerät völlig aus den Fugen, als seine geliebte Frau Marianne morgens tot neben ihm im Bett liegt. Ein paar Wochen nach ihrer Beerdigung nimmt er seine Arbeit wieder auf. Während alle seine Kollegen den Mord an einem Politiker bearbeiten, teilt ihm sein Chef Asunander einen sogenannten Cold-Case zu – einen Fall, der niemals gelöst wurde und in den Archiven vor sich hindümpelt. Barbarotti fühlt sich vor den Kopf gestoßen, weil er der Meinung ist, sein Chef habe ihm diesen abgelegten Fall nur übertragen, um ihn erst einmal zu beschäftigen, weil er für die laufenden Fälle einfach noch zu sehr in seiner Trauer gefangen ist.

In dem ihm zugeteilten Fall geht es um einen grausamen Mord, der im Jahre 1989 im schwedischen Kymlinge auf einem Hof namens Klein-Burma stattgefunden hat. Ellen Bjarnebo, die ihren Ehemann zunächst als vermisst gemeldet hat, legt ein Geständnis ab, nachdem man ihren Ehemann im Wald gefunden hat, mit einem Hammer erschlagen und zerstückelt. Ellen, die nur noch „Die Schlächterin von Klein-Burma“ genannt wird, wird verurteilt und sitzt 18 Jahre ihrer Strafe ab. Ihr Sohn Billy wächst bei ihrem Bruder und seiner Frau auf. Als Ellen aus dem Gefängnis entlassen wird, kommt sie mit dem Elektriker Arnold Morinder zusammen, der zu ihr auf den Hof zieht. Als auch dieser von Ellen als vermisst gemeldet wird, ist jeder davon überzeugt, dass „Die Schlächterin von Klein-Burma“ wieder zugeschlagen hat. Der Polizei fehlt allerdings ein entscheidender Beweis, um Ellen zu überführen – die Leiche …

Jetzt, fünf Jahre nach dem Verschwinden des Elektrikers, muss Barbarotti feststellen, dass seinen Kollegen bei der Ermittlung einige Fehler unterlaufen sind. Für ihn wird die Recherche zur richtigen Sisyphusarbeit. Das Bild der brutalen Schlächterin bekommt Risse, als Barbarotti erfährt, dass Ellen und Billy kein leichtes Leben unter dem Familienoberhaupt hatten. Schläge waren an der Tagesordnung. Besonders der leicht zurückgebliebene Billy, der so gut wie nie spricht, hatte besonders unter seinem Vater zu leiden. Ist wirklich Ellen die Mörderin oder deckte sie damals ihren Sohn???

„Am Abend des Mordes“ war für mich mein erster Roman von Hakan Nesser. Ich bin mit einer gewissen Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Ich hatte zunächst Bedenken, dass mir durch die fehlenden Vorgängerbände zu viel an Vorwissen fehlt, aber dieser Band ist eine abgeschlossene Geschichte für sich. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Bei skandinavischen Romanen weiß man, dass sie ein bisschen schwermütig sind, aber das hat mich nicht gestört. Alles in der Geschichte dreht sich nur um diesen einen Abend, aber es wird immer um den heißen Brei herum geschrieben. Bevor der Leser erfährt, was aus Sicht der Mörderin passiert ist, vergehen viele endlos zähe Seiten, gefüllt mit Handlungen, die nicht immer für den Fall relevant waren und sich teilweise wie Kaugummi gezogen haben.

Ich liebe die Ermittlungsarbeit der Polizei und mag es auch, wenn sehr detailliert beschrieben wird, wie Ermittler vorgehen. Hier hatte ich allerdings das Gefühl, dass es irgendwie nicht vorangeht. Barbarotti versucht mehrere Wochen die Hauptverdächtige zu sprechen und ist bei diesem Unterfangen ebenso erfolg- wie auch lustlos. Immer wieder spielt er mit dem Gedanken, den Fall aufzugeben und seinen Vorgesetzten zur Rede zu stellen, warum dieser ihm einen Cold Case zugeteilt hat, denn er wird das Gefühl einfach nicht los, dass es sich bei diesem Fall um eine Art Beschäftigungstherapie handelt.

Schwermütigen Romane lese ich sehr gerne. So war ich hier auch positiv überrascht, wie gut der Autor die Trauerphase Barbarottis beschrieben hat. Die Gefühle des Protagonisten waren authentisch und wurden gut rübergebracht. Die Beschreibung, wie Barbarotti morgens neben seiner Toten Frau aufwacht und feststellen muss, dass sie ihn über Nacht verlassen hat, hat mich sehr berührt und ich konnte gut mitfühlen. Obwohl er damit rechnen musste, dass seine Frau stirbt, haut es den Ermittler schier um, bei dem Gedanken daran, die Verantwortung für fünf Kinder nun alleine zu tragen und seine geliebte Frau niemals wiederzusehen.

Dass Barbarotti in dieser Situation als gläubiger Mensch Zwiesprache mit Gott hält, finde ich nicht unnormal. Dass Gott und Marianne sich allerdings bei ihm „melden“ hingegen schon, und das hat die Geschichte in meinen Augen unglaubwürdig gemacht. Eine Kürzung von mindestens 100 Seiten hätte dem Buch ganz gut getan.

Wenn ich von den etlichen Längen absehe, hat mir die Geschichte an sich sehr gut gefallen. Was den Mord angeht, so habe ich ca. zur Mitte des Buches einen Verdacht gehabt, der sich aber erst fast zum Schluss als falsch herausstellt. Wer einen blutigen Thriller erwartet, ist hier eindeutig falsch. Nesser wartet mit einem leisen und dramatischen Krimi auf, dessen Auflösung sehr interessant ist. Bedingt durch die vielen Längen und der übersinnlichen Elemente ziehe ich einen Stern ab und vergebe somit vier Sterne.

4 sterne

Reihenfolge der Gunnar Barbarotti-Bände:

1. Mensch ohne Hund
2. Eine ganz andere Geschichte
3. Das zweite Leben des Herrn Roos
4. Die Einsamen
5. Am Abend des Mordes

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

18 Oct, 2012 20:59 50 goat ist offline Email an goat senden Beiträge von goat suchen Nehmen Sie goat in Ihre Freundesliste auf
 
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