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Fischer, Romy - Die Leiden einer jungen Ebay-Verkäuferin Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Fischer, Romy
Titel: Die Leiden einer jungen Ebay-Verkäuferin
Originaltitel: -
Verlag: Books on Demand
Erschienen: 2. November 2012
ISBN-13: 978-3848231249
Seiten: 92 Seiten
Einband: Taschenbuch
Serie: -
Preis: 6,50 €

Autorenportrait:

Zitat:
Romy Fischer schlüpfte vor dauerhaft gefühlten 18 Jahren aus einem Ei hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen. Sie lebt versteckt im Wald und kommt nur selten zum Vorschein. "Das Leben ist oftmals viel zu ernst, als dass man es nicht besser mit einem Augenzwinkern betrachten sollte", sagte sie einmal. Und deshalb hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Betrachtungen der Welt, ihre Beobachtungen, die sie im Alltag aufnimmt, in ihrer persönlichen Art von Humor zu verarbeiten und mit ihren Lesern zu teilen. Seit 2002 arbeitet sie als Schriftstellerin, hatte vorher einen sozialen Beruf erlernt. Doch sie gab ihn auf, um sich vollständig dem Schreiben zu widmen.


Quelle: Verlagsseite

Inhaltsangabe:

Zitat:
Absolut sarkastisch, zynisch und auch ironisch beschreibt eine junge Frau ihren Alltag, den sie als Verkäuferin auf der Ebay-Plattform erlebt hat. Jeder bekommt sein Fett weg: Kunden, Rechtsanwälte bzw. Abmahnvereine und Ebay. Doch auch über sich selbst kann Romy Fischer lachen.Bissig, frisch und vor allem frech ist ihre Schreibweise, ihre Erfahrungen in Worte zu fassen."Ich verprügel Kunden bevorzugt mit einem Nudelholz", schreibt Romy Fischer. "Es hat die richtige Größe, liegt hervorragend in der Hand und ist immer griffbereit."Was einige Menschen ahnen, aber nicht wirklich wissen, ist die Tatsache, dass etliche Verkäufer bei Ebay für eine Hand voll Geld eine Menge über sich ergehen lassen müssen - und zwar von allen Seiten.Doch trotzdem heißt es jeden Tag aufs Neue: "Bitte lächeln. Der Kunde ist schließlich König!"A propos König: Kennen Sie schon dieGruppierungen "Der faule Sack", "Der Geizhals", "Der 'Wer bin ich' Typ", "Der Tester", "Der Ungeduldige", "Der Pöbler" und "Der Gestresste", sowie deren Bedeutungen? Nicht? Wussten Sie, wie der Umgang zwischen Ebay und den Verkäufern ist und wie groß die Liebe von Rechtsanwälten und Abmahnvereinen zu den Shopinhabern ist? Auch nicht?Erfahren Sie mehr in diesem Buch, und verpassen Sie keinen einzigen Budenzauber.


Quelle: Klappentext

Meine Meinung:

Bücher des Books on Demand-Verfahrens genießen leider noch immer keinen guten Ruf, dabei sind so manche Schätzchen darunter. „Die Leiden einer jungen Ebay-Verkäuferin“ gehört auf jeden Fall dazu. Mir hat bereits die schlichte Gestaltung des Covers sehr zugesagt. Ein lachender und ein grimmig aussehender Antistressball deuten schon darauf hin, dass ein eher ernstes Thema doch von einer humorvollen Seite beleuchtet wird.

Jeder, der schon einmal etwas auf Ebay verkauft hat, wird seine Erfahrungen mit diversen Käufern gemacht haben. Die meisten davon waren sicherlich positiv. Aber es gibt eben auch Ausnahmen. Als privater Verkäufer kommt es seltener vor, die Händler jedoch müssen sich öfter mal mit weniger netten Leuten herumschlagen. Diesen Leuten hat sich Romy Schneider gewidmet und sie mit einem zwar mahnenden Zeigefinger, aber auf eine sehr humorvolle Art und Weise, etwas genauer beleuchtet. Die vielen Fotos einer verkleideten Bulldogge runden das ganze Thema noch ab.

Das Buch umfasst zwar nur 88 Seiten, aber die haben es in sich. In sieben Kapiteln beschreibt die Autorin ihre Erfahrungen mit diversen Käufern, die sie in ihrem Wollshop-Alltag so gemacht hat. Im Kapitel „Ich stelle mich kurz vor“ beschreibt Romy Schneider, wie sie von einer erfolgreich abgeschlossenen Psychologieausbildung zur Shopbetreiberin gekommen ist und wie steinig der Weg bis dorthin eigentlich war. Viele mögen denken, einen Shop zu betreiben, das ist doch nichts Besonderes, aber hier ist wie in jeder anderen Selbstständigkeit auch, ein gut strukturiertet Businessplan das A und O. Ich mag Bücher, die humorvoll geschrieben sind. Im Fall des Vorstellungskapitels jedoch kam mir der Humor etwas übertrieben und fehl am Platz vor. Vor allen Dingen, wenn die Sprüche nicht mehr die Neuesten sind und auch nicht von einem selber verfasst wurden, wie z. B. „Bei Risiken und Nebenwirkungen, mampfen Sie die Packungsbeilage und verprügeln Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“

Das Kapitel „Vollzeitarbeit für Lau“ widmet sich dem normalen Arbeitsalltag, der ca. um 8:00 Uhr morgens mit dem Prüfen der Statistiken beginnt: Was wurde zwischenzeitlich verkauft, welcher Kunde hat bezahlt und natürlich die Beantwortungen der vielen Emails. Die Ware an die Kunden will verpackt und bei Wind und Wetter zur Post transportiert werden. Leider vergessen viele Menschen, dass vor dem Computer ein Mensch aus Fleisch und Blut sitzt. Trotz eindeutiger Hinweise auf der Shopstartseite, sind manche Käufer nicht gewillt oder einfach nicht in der Lage zu lesen und stellen per Mail immer wieder die gleichen Fragen. Aus diesem Grund gibt es in diesem Kapitel auch die Top 4 der meistgestellten „unnötigen“ Fragen, die Romy Fischer im „Copy & Paste-Verfahren“ beantwortet hat. Die Ernüchterung des harten Shopalltages kam dann immer in Form der Gewinnabrechnung. An weniger guten Tagen blieb nach einem 10-12 Stunden-Tag nur 1,- € übrig, an guten Tagen waren es 5,- € und an perfekten Tagen auch mal 50,- oder 100,- €.

Das Kapitel „Kundenbeschreibungen“ erklärt sich eigentlich von selbst. Dort erfährt der Leser etwas über die verschiedenen Typen der Kunden. Da wäre zum Beispiel „Der faule Sack“, „Der Geizhals“, der „Wer bin ich?“ Typ, „Der Tester“, „Der Ungeduldige“, „Der Pöbler“ oder „Der Gestresste“. Ich selber kann mich da allerdings in keine Kategorie einordnen. Ich bin da wohl eher der normale Durchschnittsebayer.

Für mich war das Kapitel „Kommunikation mit dem Kunden“ eigentlich das interessanteste. Hier gibt die Autorin ein paar Originalmails von Käufern preis (natürlich ohne die Namen der Käufer zu nennen). Bei manchen Emails stehen einem echt die Haare zu Berge – das sind Sätze wie „Hallo. Du verarscht voll die Kunden mit das Porto.“ noch harmlos. Auch in dieser Kategorie gibt es unterschiedliche Typisierungen: „Die Superkorrekten“,“ Die Witzbolde“, „Die extrem Anstrengenden“, „Die Verständnisvollen“ und „Der notgeile Sack“. Eine kleine Kostprobe zur letzteren Type fällig? Kunde: „Hallo. Es ist mir etwas unangenehm, aber ich hab eine Frage. Ich habe einen Wollfetish. Kannst du mir einen Ganzkörperanzug stricken? Ich zahle gut.“ Die Antwort unserer Shopbetreiberin beweist, wie viel Humor in ihr steckt: „Wenn ich ihn vor dem Absenden nackt selbst tragen soll, berechne ich die 100.000,- € mal fünf!“ Warum dieses Kapitel längentechnisch gesehen den meisten Platz des Buches beansprucht, kann wohl jeder nachvollziehen. Ich denke, mit solchen Mails hätte man noch etliche Bücher mehr füllen können. Trotz ungläubigen Kopfschüttelns habe ich hier Tränen gelacht. Für mich eindeutig das beste Kapitel aus dem Buch.

Die beiden Kapitel „Verhaltenskodex to go“ und „Ebay: Pro und Contra“ sind sowohl lehr- als auch hilfreich. Ein kleiner Knigge im Umgang mit dem „schriftlichen“ Gegenüber erscheint mir sehr wertvoll. Ein nettes Wort sollte immer drin sein und auch ganze Sätze sollten kein Problem darstellen. Ich ertappe mich selber oft dabei, dass ich das MfG nicht mehr ausschreibe, weil es bequemer ist. Im Grunde genommen aber heißt es doch soviel wie: „So viel Zeit bist Du mir nicht Wert, um es auszuschreiben.“ Das Pro und Contra von Ebay ist sicherlich sehr hilfreich für Leute, die jetzt mit dem Gedanken spielen, sich mit einem Ebayshop selbstständig zu machen (falls sie das nach Beendigung der Lektüre noch wollen).

Mit dem Schlusswort klappe ich das Büchlein nun auch zu und kann eigentlich nur eine Empfehlung aussprechen. Bis auf den etwas zu übertriebenen Humor im Vorstellungskapitel bin ich mit der sonstigen Umsetzung dieses Themas bestens zufrieden gewesen. Auch die positiven Seiten des Verkäuferlebens kamen nicht zu kurz. Niemand wird deprimiert aus dieser Lektüre herausgehen und spätestens an der Bulldogge kommt keiner vorbei. Dieses Buch hat auch ein bisschen meine Vorurteile des BOD vertrieben. Für den Preis kann man auf jeden Fall nichts falsch machen. Von mir gibt es deshalb vier Sterne!


4 sterne

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

24 Feb, 2013 22:05 32 goat ist offline Email an goat senden Beiträge von goat suchen Nehmen Sie goat in Ihre Freundesliste auf
 
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