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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » HISTORISCHE ROMANE » Historische Romane D - F » Falcones, Ildefonso » [Historischer Roman] Falcones, Ildefonso - Die Pfeiler des Glaubens 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Hedwig
Gast


Falcones, Ildefonso - Die Pfeiler des Glaubens Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Falcones, Ildefonso
Titel: Die Pfeiler des Glaubens
Originaltitel: La mano de Fátima
Erschienen: 2010
Verlag: Randomhouse
ISBN 10: 3570100456
ISBN 13: 978-3570100455
Seitenanzahl: 928
Einband: HC
Serie: -
Preis: 24,99 €

Zunächst einmal möchte ich mich herzlich beim Randomhouse-Verlag bedanken, der mir freundlicherweise ein Leseexemplar zu dem Roman "Die Pfeiler des Glaubens" von Ildefonso Falcones zur Verfügung stellte.

Autorenportrait:

Zitat:
Der Katalane Ildefonso Falcones de Sierra wurde 1959 in Barcelona geboren. Er studierte Jura und leitet eine Kanzlei in Barcelona, wo er als Anwalt für Zivilrecht arbeitet. Er beschäftigte sich schon früh mit der Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Kataloniens und sammelte viele Information über das Barcelona des 14. Jahrhunderts. Nach dem Beginn des Schreibens seines ersten Romans La Catedral del Mar (dt. Die Kathedrale des Meeres) brauchte er fünf Jahre bis zur Fertigstellung. Nachdem viele Verlage sein Buch abgelehnt hatten, wurde es schließlich doch veröffentlicht und entwickelte sich schnell zum erfolgreichsten spanischen Buch in Spanien überhaupt bislang. Falcones zeigte sich selbst sehr überrascht ob der bislang in Spanien verkauften 2 Millionen Exemplare. Das Buch erscheint in über 30 Ländern, so neben Europa auch in China und Brasilien.
Quelle: histo couch


Zum Inhalt des Romans:

Wir schreiben das Jahr 1568, Ort: die Bergregion der Alpujarras, Spanien. Die spanischen Muslime, verächtlich Morisken genannt, Nachfahren der einstigen Mauren, werden von den Christen gnadenlos unterdrückt und übervorteilt und planen einen Aufstand gegen die Behandlung.
Hernando, der aus der brutalen Vergewaltigung eines Christenpriesters mit der muslimischen Aischa hervorging, deswegen und aufgrund seiner äußerlichen Andersartigkeit - er hat vom Vater die strahlend blauen Augen geerbt - von seinem Stiefvater behandelt wird wie der letzte Dreck.
Sein einziger Halt - außer seiner Arbeit als Mauleseltreiber, die er liebevoll ausführt - ist der alte Gelehrte Hamid, der ihn den muslimischen Glauben und dessen Regeln lehrt. Gezwungenermaßen muß er allerdings auch die Regeln des christlichen Glaubens lernen und fühlt sich keiner Glaubensrichtung zugehörig und von allen verachtet und ausgegrenzt. Sogar im Haus seiner Mutter darf er nicht mit den Stiefgeschwistern leben/schlafen oder gar essen, wenn der Stiefvater Ibrahim anwesend ist.

Im Verlauf des auf beiden Seiten schonungslos und brutal geführten Aufstandes der Morisken gegen die herrschenden Christen gelingt es Hernando durch sein vorsichtiges Verhalten und verantwortungsvollen Umgang mit den Maultieren, die die Kriegsbeute tragen müssen, sich den Respekt der Führer des Aufstandes zu verschaffen - sehr zum Ärger seines gierigen Stiefvaters, der ihm alles neidet, was Hernando zustande bringt, einschließlich der zarten Liebesbande mit Fatima, deren Ehemann gleich zu Beginn der Rebellion sein Leben verlor. Hernando, der sehr pragmatisch veranlagt ist, gelingt es durch seine Friedfertigkeit und indem er einfach immer beherzt tut, was gerade notwendig ist, um selbst zu überleben und auch andere - Christ oder Muslime - am Leben zu halten, sich bei Vertretern beider Glaubensrichtungen Respekt und Achtung zu verschaffen.
Er muss oft buchstäblich christlicher als jeder Christ und muslimer als jeder Muslime sein, um sich und seine über alles geliebte Fatima, die die Christen aus verständlichen Gründen abgrundtief hasst, durch alle Gefahren zu bringen und lernt oft dabei, dass einige Vertreter beider Glaubensrichtungen ein ziemlich egoistisches, heuchlerisches Gebahren zeigen und der Charakter eines Menschen keineswegs davon abhängt, welche Religion er ausübt!

Das allerdings sollte man selbst lesen und erfahren, denn Ildefonso Falcones hat mit diesem Roman nicht nur einen faszinierenden und äußerst spannenden historischen Roman geschrieben, sondern man lernt und erfährt auch viel über beide Religionen, Traditionen und Wertvorstellungen, die bei näherer Betrachtung so unterschiedlich denn doch gar nicht sind, als dass gegenseitige Toleranz nicht möglich wäre.

Meine Meinung:

Ein Roman, den man lesen sollte, gerade weil er vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Integrationsdebatte mehr als nur ein historischer Roman sein kann.
Daher möchte ich dem Verlag und dem Autor für ein paar spannende und interessante Lesestunden und gewaltig Stoff zum Nachdenken danken. Dieser Roman ist sehr lesens- und diskutierenswert!

27 Oct, 2010 19:45 57
sollhaben
Gast


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Meine Meinung:

Falcones zweiter Roman beschreibt das Spanien des 16. Jahrhunderts. Die Glaubenskriege zwischen den Christen und den Muslimen (dort Morisken genannt) stehen im Mittelpunkt. Die Hauptfigur ist Hernando Ruiz (Ibn Hamid). Sein Leben und sein Schicksal werden in die Geschichte verwoben. Als Sohn einer Vergewaltigung von einem katholischen Priester bei seiner Mutter und seinem Stiefvater aufgewachsen, wird er immer wieder Zeuge wie sein Stiefvater Ibrahim seine Mutter Aischa schlägt und misshandelt. Gleichzeitig werden er, seine Familie und seine Glaubensbrüder von den Christen gedemütigt und verachtet.
Nach einem blutig niedergeschlagenen Aufstand der Morisken müssen Hernando und seine Familie fliehen und werden so Teil einer grausamen Geschichte. Hernando versucht einen Weg zwischen den Religionen zu finden, jedoch gelingt es ihm nicht beide Glaubensrichtungen zu verbinden.

Leider ist dieser Roman nicht annähernd so gelungen, wie „Die Kathedrale des Meeres“. Die Geschichte rund um Hernando und seine Familie ist wirklich sehr spannend und auch die historischen Hintergründe werden genau beschrieben und erklärt, dies ist jedoch auch der größte Nachteil. Die Geschichte erstreckt sich über knapp 900 Seiten und wirkt dadurch sehr gezogen und an manchen Stellen auch sehr langatmig. Die letzten 150 Seiten sind jedoch sehr gelungen und haben mich für viele recht langweilige Stunden wieder entschädigt.

Ich könnte mir aber immer noch vorstellen, einen weiteren Roman von Falcones zu lesen.

Von mir gibts dieses Mal nur 3 sterne

01 May, 2011 18:34 48
Netha Netha ist weiblich
Admin




Dabei seit: 13 Sep, 2008
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Heimatort: Hamburg
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Meine Meinung:

Nach der Lektüre von „Die Kathedrale des Meeres“ musste ich einfach auch ein zweites Buch von Idelfonso Falcones lesen. Aber in Gegensatz zum ersten Buch, hatte ich es hier mit sehr schwerer Kost zu tun.
Die Pfeiler des Glaubens haben das Thema der Maurenvertreibung in Andalusien zum Thema. Die katholischen Herrscher und ihre Handlanger gaben den Mauren nicht die winzigste Chance in Frieden nebeneinander zu leben. Die sehr blutigen Aufstände der Mauren haben diesen Menschen nichts als Tod, Folter und Verachtung eingebracht.

Hernando, ein junger Mann, der aus einer Schändung einer Muslimin entstanden ist, versucht Seit seines Lebens das Beste aus dieser Situation zu machen. Er versucht beide Religionen anzugleichen um so ein gemeinsames Leben in Andalusien möglich zu machen. Hernando ist einer der wenigen die Lesen und schreiben können und das in beiden Sprachen, Arabisch und Spanisch. Doch immer wenn er dachte das es jetzt was werden könnte mit der Annäherung beider Glaubensrichtungen, geschieht wieder etwas, was sein Volk drangsaliert.
Auch muss er mit seiner eigenen Familie kämpfen, der Ziehvater, ein gieriger brutaler Mensch, der nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist, läßt kein gutes Haar an Hernando.
Mit den Frauen in seinem Leben hat es Hernando auch nicht gerade leicht. Ihm ist ein wirkliches kleines Glück nicht gegönnt.

Mich hat diese Geschichte einfach nur erschüttert, dieser Fanatismus ist kaum auszuhalten. Wenn man alle gemeuchelten Mensch zusammenzählen würde, wäre eine Großstadt am Ende des Buches entvölkert. Und 400 Jahre später hat dieser Fanatismus nur die Seiten gewechselt. Mir scheint das die Menschheit einfach nichts lernt aus der Geschichte.

Der Schreibstil von Idelfonso Falcones hat mir auch in dieser Geschichte sehr gut gefallen. Die gut 900 Seiten kamen mir gar nicht so viel vor. Ich bin mir sicher, dass ich auch das dritte Buch von ihm lesen werde. Bin sehr gespannt welches Thema er in dem Buch aufgegriffen hat.



Ich vergebe vier von fünf Sternen 4 sterne

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Liebe Grüße von Netha
Lesen3
2014 = 59 Bücher 24365 Seiten - 2015 = 57 Bücher 19660 Seiten
2013 = 67 Bücher 23852 Seiten - 2016 = 32 Bücher 11712 Seiten
2012 = 57 Bücher 22240 Seiten
2011 = 59 Bücher 22786 Seiten
2010 = 71 Bücher 26698 Seiten
2009 = 57 Bücher 21723 Seiten

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere, das Menschen nicht denken. (Autor Unbekannt)

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